Bezirksstadträtin verzögert Umweltschutz in Lichtenberg
Hudler: Landschaftsrahmenplan endlich vorlegen
Die Neuaufstellung des Lichtenberger Landschaftsrahmenplans verzögert sich weiter. Das geht aus der Antwort des Bezirksamtes auf eine Kleine Anfrage der CDU-Fraktion hervor. Während die Vorlage ursprünglich für das erste Halbjahr 2026 angekündigt war, soll dies nun erst im Jahr 2027 erfolgen. Einen konkreten Termin nennt Umweltstadträtin Filiz Keküllüoğlu (Grüne) in der Antwort auf eine Kleine Anfrage nicht.
Der Landschaftsrahmenplan soll unter anderem den Zustand von Natur und Landschaft bewerten, Entwicklungsziele festlegen und konkrete Handlungsempfehlungen für Klima, Biodiversität und Landschaftspflege formulieren. Er gilt zudem als Planungsgrundlage für wichtige Vorhaben des Bezirkes. Nach Angaben des Bezirksamtes ist bislang lediglich der analytische Teil weitgehend abgeschlossen, obwohl eine Fertigstellung längst avisiert war. Auch für die Vorstellung des fertigen Plans in der Öffentlichkeit gibt es bislang keine abschließende Planung.
Benjamin Hudler, Vorsitzender der CDU-Fraktion Lichtenberg, erklärt: „Wer den Schutz von Klima, Natur und biologischer Vielfalt ernst nimmt, muss dafür auch die notwendigen planerischen Grundlagen schaffen. Stattdessen wird der Landschaftsrahmenplan immer weiter nach hinten verschoben. Aus dem ersten Halbjahr 2026 ist inzwischen irgendwann im Jahr 2027 geworden. Gerade eine grüne Umweltstadträtin muss sich daran messen lassen, ob aus politischen Ansprüchen auch konkrete Ergebnisse werden. Umweltschutz braucht nicht nur gute Absichten, sondern Ziele, Maßnahmen und Verbindlichkeit.“
Die CDU-Fraktion erwartet von Umweltstadträtin Keküllüoğlu nun einen belastbaren Zeitplan für die Fertigstellung, die Beratung in der BVV und die Beteiligung der Öffentlichkeit.
„Lichtenberg entwickelt und verdichtet sich rasant. Gerade deshalb können wir es uns nicht leisten, bei den strategischen Grundlagen des Natur- und Landschaftsschutzes jahrelang hinterherzulaufen“, so Hudler abschließend.