Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, im Zusammenhang mit der geplanten Einrichtung eines geschützten Radweges in der Herzbergstraße im Gewerbegebiet Herzbergstraße einen strukturierten und ergebnisoffenen Dialog mit den dort ansässigen Unternehmen sowie ihren Interessenvertretungen aufzunehmen. Im Rahmen dieses Dialogs soll das Bezirksamt die verkehrlichen und wirtschaftlichen Auswirkungen der Maßnahme unter besonderer Berücksichtigung der Anforderungen des produzierenden Gewerbes umfassend prüfen und die Ergebnisse der Bezirksverordnetenversammlung vorlegen.
Darüber hinaus wird das Bezirksamt ersucht, im Falle einer Umsetzung der Maßnahme sicherzustellen, dass die Funktionsfähigkeit des Gewerbegebietes, insbesondere mit Blick auf Lieferverkehre, Schwerlasttransporte und die betriebliche Erreichbarkeit, gewahrt bleibt und keine unverhältnismäßigen Einschränkungen für die ansässigen Unternehmen entstehen.
Begründung:
Das Gewerbegebiet rund um die Herzbergstraße ist ein bedeutender Standort des produzierenden Gewerbes im Bezirk und erfüllt eine zentrale wirtschaftliche Funktion. Die dort ansässigen Betriebe sind in besonderem Maße auf eine leistungsfähige und störungsarme Verkehrsinfrastruktur angewiesen, insbesondere im Hinblick auf logistische Abläufe, Anlieferungen und den Einsatz von Schwerlastverkehr.
Vor diesem Hintergrund kann die geplante Einrichtung eines geschützten Radweges in der Herzbergstraße zu Nutzungskonflikten im Straßenraum führen und bestehende betriebliche Abläufe beeinträchtigen. Es ist daher erforderlich, die konkreten Auswirkungen der Planung sorgfältig zu prüfen und die Perspektiven der betroffenen Unternehmen frühzeitig einzubeziehen. Ein strukturierter Dialog ist dabei eine wesentliche Voraussetzung, um die tatsächlichen Bedarfe vor Ort zu erfassen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Ziel sollte es sein, die berechtigten Anforderungen an die Verkehrssicherheit für den Radverkehr mit den Erfordernissen eines funktionierenden und wettbewerbsfähigen Wirtschaftsstandortes in Einklang zu bringen.
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