Die Bezirksverordnetenversammlung wolle beschließen:
Das Bezirksamt wird ersucht, im Rahmen der Aktivitäten zum Weltfrauentag 2026 einen besonderen Schwerpunkt auf die mutigen Frauen zu legen, die sich im Iran unter Einsatz ihres Lebens für Freiheit, Menschenwürde und grundlegende Rechte einsetzen und so für eine höhere Aufmerksamkeit für die Geschehnisse in der Islamischen Republik werben.
Hierzu soll das Bezirksamt eine öffentlich zugängliche Ausstellung im Rathaus Lichtenberg oder an geeigneten Orten des Bezirks entwickeln, welche die Rolle von Frauen in den iranischen Protesten sachlich und würdig darstellt und mit einer geeigneten Form einer Informationsveranstaltung begleitet wird. Bei der Planung sollten geeignete Kooperationspartner gesucht werden, etwa Organisationen der politischen Bildungs- und Menschenrechtsarbeit wie HÁWAR.help, Jiyan Foundation for Human Rights, Woman* Life Freedom Berlin oder Amnesty International – Bezirk Berlin/Brandenburg.
Begründung:
Frauen im Iran tragen seit Jahren mit großem persönlichem Mut eine zentrale Bewegung für Freiheit, Menschenrechte und gesellschaftliche Selbstbestimmung. Ihr Engagement – verkörpert im Ruf „Frau. Leben. Freiheit.“ – steht exemplarisch für den weltweiten Einsatz von Frauen für Freiheit, Rechtsstaatlichkeit und die Unantastbarkeit der Menschenwürde. Diese Werte bilden zugleich das Fundament unserer freiheitlich?demokratischen Grundordnung.
Zum Weltfrauentag bietet sich daher die Gelegenheit, die Stimmen dieser mutigen Frauen sichtbar zu machen und einen Beitrag zur politischen Bildung im Bezirk zu leisten.
Hierzu gehören unter anderem die mehrfach in Berlin gezeigte Foto? und Porträtserie „Woman. Life. Freedom“, die Wanderausstellung „Mut gegen Macht: Frauen im Einsatz für Menschenrechte“ von Amnesty International sowie bildungspolitische Formate von HÁWAR.help, die sich seit Jahren mit Menschenrechtsverletzungen und insbesondere Frauenrechten im Nahen Osten befassen. Auch kleinere Fotoreihen wie „Iranian Women Defying State Violence“, die von Künstlerinnen der iranischen Diaspora entwickelt wurden, bieten sich für eine bezirkliche Präsentation an.
Diese Formate ermöglichen es, den Mut dieser Frauen anschaulich darzustellen und zugleich Organisationen einzubeziehen, die sich klar zu demokratischen Werten, zur Menschenwürde und gegen jede Form des Antisemitismus bekennen. Damit eignen sie sich in besonderer Weise für eine Zusammenarbeit mit dem Bezirk Lichtenberg.
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