Aufenthaltsqualität für alle zurückgewinnen und soziale Hilfen gezielt einsetzen

Ribbeck: Endlich nachhaltig für Ordnung am Bahnhof Lichtenberg sorgen

„Die Zustände auf dem Vorplatz des Bahnhofs Lichtenberg bedürfen dringend einer echten Lösung. Es ist höchste Zeit, dass wir dort endlich nachhaltig für Ordnung sorgen, Angsträume beseitigen und den Ort für alle Bürgerinnen und Bürger wieder sicher und zugänglich machen“, erklärt Sarah Ribbeck, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der CDU-Fraktion Lichtenberg.

Notwendig sei ein umfassendes Maßnahmenpaket für den Bahnhofsvorplatz. Das Bezirksamt muss gemeinsam mit der Deutschen Bahn, der BVG und dem Land Berlin zügig handeln, damit der Bereich zwischen dem S-Bahn-Eingang und der Unterführung an der Lichtenberger Brücke wieder zu einem sauberen, sicheren und lebenswerten Ort wird. Die Empfehlungen der aktuellen Studie zur Suchthilfe und Suchtprävention in Lichtenberg dürfen dabei nicht in der Schublade verschwinden. Sie müssen in die geplanten Maßnahmen einfließen und Schritt für Schritt umgesetzt werden. Damit Politik und Öffentlichkeit den Fortschritt nachvollziehen können, erwartet die CDU-Fraktion eine transparente Übersicht für die BVV. Daraus soll hervorgehen, welche Empfehlungen bereits umgesetzt wurden, wer jeweils verantwortlich ist und wie die Finanzierung sichergestellt wird.

Gleichzeitig wird ein verbindlich abgestimmtes und gut dokumentiertes Verfahren zur sozialen Unterstützung verlangt. Es soll sichergestellt werden, dass obdach- und wohnungslose Menschen vor Ort frühzeitig durch Sozialdienste angesprochen werden. Durch konkrete Beratungs- und Unterbringungsangebote sowie die Stärkung bereits vorhandener Akteure muss eine nachhaltige Vermittlung in bestehende Hilfestrukturen erreicht werden. 

„Ziel ist es, den Menschen zu helfen und eine bloße Verlagerung der Problematik in angrenzende Kieze zu verhindern”, stellt Ribbeck weiter klar. Um solche Verfestigungen künftig frühzeitig und wirkungsvoll zu unterbinden, regt sie an, mit den Flächeneigentümern klare Zuständigkeiten, feste Ansprechpartner und verbindliche Reaktionszeiten zu vereinbaren und gemeinsame Interventionsschwellen festzulegen. Darüber hinaus soll geprüft werden, ob der Verkauf von hochprozentigem Alkohol auf dem Bahnhofsvorplatz eingeschränkt werden kann, um der schwierigen Situation vor Ort präventiv entgegenzuwirken.

“Wir dürfen beide Seiten nicht aus den Augen verlieren. Auf der einen Seite stehen Pendler, Familien, Kinder und Rentner, die den Bahnhof sicher und ohne Angst betreten und nutzen können sollen. Auf der anderen Seite stehen wohnungs- und obdachlose Menschen, die ebenfalls Unterstützung, Hilfe und Perspektiven benötigen. Wir setzen uns für beide Seiten ein, sowohl für mehr Sicherheit und Ordnung als auch für soziale Verantwortung und Menschlichkeit”, verdeutlicht Ribbeck abschließend.